Mudder
Schulten -
ein Neubrandenburger Original
Die Bäckersfrau Christine, Dorothea Schulz wurde als Tochter des
Fleischermeisters Zillmann am 14.11.1727 in Neubrandenburg geboren. Nach
mehr als 46 Jahren Ehe mit dem Neubrandenburger Bäcker Jacob, Heinrich
Schulz, verstarb Mudder Schulten am
25. Mai 1802. Sie war der „Brot- und Stutenlieferant“ des
Dörchläuchting, Herzog Adolph Friedrich IV. von Mecklenburg
– Strelitz. Dörchläuchting bezahlte einige Lieferungen
nicht und so kam ein hübsches Sümmchen zusammen. Mudder Schulten
forderte ihre Durchlaucht viele Male auf, alles zu bezahlen. Er versprach
es ihr, bezahlte aber nicht. Dann ließ Mudder Schulten von ihrem
Mann Krischan die große Rechnung schreiben und präsentierte
Diese dem Dörchläuchting auf dem Marktplatz, worauf er sie dann
als ein impertinentes Frauenzimmer bezeichnete. Mudder Schulten war bekannt,
als eine resolute, couragierte Frau, die auch mal der Obrigkeit die Meinung
sagte.
Fritz Reuter, der 7 Jahre in Neubrandenburg lebte, schrieb diese Geschichte
in seinem Buch „Dörchläuchting“ nieder und setzte
Mudder Schulten damit ein literarisches Denkmal.
Der Neubrandenburger Geschäftsmann Nahmacher ließ zu seinem
100 jährigen Geschäftsjubiläum den Mudder-Schulten-Brunnen
anfertigen. Auf dem Brunnen wird die berühmteste Szene aus Reuters
„Dörchläuchting“ dargestellt. Und so lebt Mudder
Schulten über die Jahrhunderte in Neubrandenburg weiter.
Mudder Schulten –
ein Nigenbramborger Original

De Bäckersfruu Christine, Dorothea Schulz is as Dochter von den´n
Fleschermester Zillmann an´n 14.11.1727 in Nigenbramborg geburen.
Nach
mihr as 46 Johren Ehe mit den´n Nigenbramborger Bäcker Jacob,
Heinrich Schulz, is Mudder Schulten an 25. Mai 1802 storben. Se wier de
„Brot- un Stutenlieferant“ von Dörchläuchting, Herzog
Adolph Friedrich IV. von Meckelborg-Strelitz Dörchläuchting
het een paar Lieferungen nich betahlt un so keem ne grote Summ tausamen.
Mudder Schulten het ehre Durchlaucht mihrmals anhollen allens tau betahlen.
He het ümmer secht ja, ja, öwer tahlt het he nich. Krischan,
wat de Kirl von Mudder Schulten is, het denn de grote Recknung schräben
un se het de Recknung den´n
Dörchläuchting up den Marktplatz ünner de Näs hollen.
Dörchläuchting het denn tau ehr impertinentes Fruugensminsch
seggt.
Mudder Schulten wier bekannt as eene resolute, couragierte Fruu, de ok
mal de Obrichkeit de Meenung seggt het.
Fritz Reuter, de ok 7 Johr in Nigenbramborg lewt het, het disse Geschicht
in sien Bauck „Dörchläuchting“ upschräben un
Mudder Schulten
dormit een literarischet Denkmal sett.
De Nigenbramborger Geschäftsmann Nahmacher het tau sien 100 jöhrich
Geschäftsjubiläum den´n
Mudder-Schulten-Brunnen bugen laten. Up em is de berühmteste Szen
ut Reuters „Dörchläuchting“ tau seihn.
Un so lewt Mudder Schulten öwer de Johrhunnerte
in Nigenbramborg wieder.
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